Klosteraufenthalt Q2

 

 

 

Vom 15.01. - 17.01.2016 haben wir mit 8 SchülerInnen des 13er Religionskurses von und mit Frau Oendorf ein Wochenende in der Benediktinerinnen-Abtei Mariendonk in Grefrath verbracht. Unser Anliegen war es, einen Einblick in dieses uns unbekannte Leben zu erlangen.

 

 

Nach unserer Ankunft am Freitag Nachmittag wurden wir zunächst von Schwester Rebekka, die uns das gesamte Wochenende über begleitete, freundlich begrüßt. Unser erster Eindruck war, dass in dem Kloster – entgegen unserer Erwartungen – alle sehr modern, aufgeschlossen und freundlich waren. Auch die erwarteten kahlen Betonwände sucht man hier vergeblich. Wir wurden in das Klosterleben eingeführt und lernten den durch-strukturierten Alltag der Schwestern kennen. Schwester Rebekka erzählte uns viel über die Traditionen der Benediktinerinnen und organisierte für uns Führungen durch die Klostereigenen Werkstätten (Weberei, Stickerei, Näherei).

 

Da wir das Klosterleben so nah wie möglich erleben wollten, hieß es für uns, den nächsten Tag um 6.30 Uhr mit dem ersten von vier Gottesdiensten pro Tag zu beginnen. Nach dem Frühstück folgte die Arbeitszeit, in der wir die Schwestern tatkräftig in der Küche und Stickerei, sowie später in der Bibliothek und beim Einölen von Türen unterstützten. Streng nach der Regel des hl. Benedikt versuchen die Schwestern so wenig wie möglich zu sprechen und halten sich somit auch während den Arbeits- und Essenszeiten nahezu ausnahmslos an das Schweigegebot, was für uns nur schwer vorstellbar war. Es wird jedoch von den Gästen nicht erwartet, diese Regel zu befolgen und daher haben wir es bei einer Schweigens-Mahlzeit in unserem Gästeraum belassen. Die Gebets-, Essens- und Arbeitszeiten folgten im Wechsel und um 20.30 Uhr nach dem Nachtgebet zogen sich die Schwestern zurück und hielten ab 22.00 Uhr Nachtruhe. Wir konnten jedoch in einem eigenen Aufenthaltsraum unsere Nachtruhe selbst bestimmen.

 

Als Fazit können wir sagen, dass diese doch ziemlich fremde Welt gar nicht so extrem ist, wenn man sich erst einmal darauf eingelassen hat. Die interessanten Gespräche und Fragerunden mit Schwester Rebekka waren sehr aufschlussreich und die Zeit im Kloster war für uns alle eine tolle Erfahrung, die uns viel gebracht hat und die wir nur weiterempfehlen können.