12er machen das Museum K21 unsicher

 

 

22.12.2016, der letzte Tag vor den Weihnachtsferien, alle Schüler sind auf dem Weg in die Ferien – nur die SchülerInnen des Kunstkurses 12 der Gesamtschule Kaiserplatz sind nicht aus dem Museum rauszubekommen. Freiwillig reingegangen sind sie eher nicht – aber raus gehen sie freiwillig auch nicht. Wie kommt es zu einem solchen Eklat?

 

Manchmal ermöglicht uns Kunst etwas, das uns der normale Alltag nicht ermöglicht: Die Zeit, sich mit etwas lange auseinanderzusetzen. Da treten auf einmal Fragen auf, die ich mir selbst noch nie gestellt habe. Da streiten sich auf einmal Schüler vor einem Kunstwerk darüber, wie der Künstler das gemacht hat. Und manchmal sitzen vier Jungen eine halbe Stunde vor einem Werk, und bemerken die Zeit nicht.

 

 

Das Gruselige daran ist, dass sie die ganze Zeit über das Kunstwerk diskutiert haben. Das gab es zu meiner Schulzeit nicht. Da erklärt sich die folgende Aussage eines Schülers zum Museumsbesuch von ganz allein: „Kunst, ähm war eher nicht so meine Favouritenfach – es hieß halt Musik oder Kunst – und da bin ich. Aber das hier, Boltanski, Bill Viola, Thomas Hirschhorn, Chiharu Shiota oder hier dieser Mann mit den Spinnen, Tomás Saraceno.Das ist was ganz anderes. Die machen so vieles, was man noch nie gesehen hat. Die bauen richtige Räume, die zerstören so richtig deine Vorstellungen, manchmal etwas heftig, manchmal echt gut.“ Dazu kann man nur eines sagen: Vielen Dank an die Abiturthemensteller für den Themenbereich Installation!