Unser Besuch im Kloster Mariendonk vom 11. – 13. Januar 2019

 

 


Frau Rüskamp:
Ein Wochenende im Kloster schweigen? Und das auch noch als Philosophielehrerin? Klar!

Naja, geschwiegen haben wir nicht die ganze Zeit... Ganz im Gegenteil, ich habe einige sehr schöne
Gespräche geführt! Ich bin ohne bestimmte Erwartungen ins Kloster gefahren und mit vielen
positiven Eindrücken wieder gegangen:
• Nonnen die schweigen, schweigen gar nicht immer
• Nonnen gehen auch schwimmen
• Auch Nonnen müssen lachen
• Handarbeit ist Knochenarbeit
• Matschige Kürbisse schleppen macht zufrieden
• Schüler können ohne Handy überleben – und das gerne!
• Ich kann auch ohne Handy überleben – auch gerne!
Danke an die Schwestern, die uns Einblicke ins Klosterleben ermöglicht haben und danke an die
Kaiserplatztruppe für ein schönes und spaßiges Wochenende!


Caro
Am Samstag haben wir eine kleine Führung durch die Hauseigene Weberei und Stickerei
bekommen. Es braucht sehr viel Geduld und beansprucht viel Zeit bis ein Messgewand oder
ähnliches fertig gestellt wird. Jedoch werden nicht nur Messgewände produziert. Die meisten
Aufträge kommen von außerhalb und sind z.B. Fahnen für Schützenfeste.
In jedem Teil steckt die volle Handarbeit der Schwestern.

 

 


Jessica
Die Zeit im Kloster war sehr schön, da man dort über vieles nachdenken konnte. Außerdem haben
wir als Gruppe besser zusammengefunden, da wir beschlossen hatten unsere Smartphone nur auf
den Zimmern zu benutzen. Dadurch haben wir uns auch weniger ablenken lassen und konnten
uns so komplett auf das Leben der Nonnen fokussieren. Der Ausflug hat mir eine ganz neue
Lebensweise gezeigt mit positiven und negativen Aspekten, z.B. fand ich es sehr schön, dass der
Tagesablauf der Nonnen so geregelt war. Andererseits fand ich traurig, dass sie kaum noch
Kontakt zu ihrer Familie haben, da sie das Kloster kaum verlassen.


Alina
Das Wochenende im Kloster hat mich in eine ganz andere Welt entführt. Eine Welt mit sehr viel
Disziplin und Hingabe, welche mich sehr beeindruckt hat. Man wurde unglaublich entschleunigt
und hat im Prinzip immer nur bis zum nächsten Gottesdienst oder bis zur nächsten Mahlzeit
geplant. Da kam es gerade Recht, dass unsere Smartphones mal Sendepause hatten und auf die
Zimmern verbannt wurden. Überraschung!!... Die Welt geht nicht unter, auch wenn man mal offline
ist! Besonders gut hat mir die Führung durch die Stickerei und Weberei gefallen, sowie die
körperliche Arbeit draußen im Garten, matschige Kürbisse haben nämlich nicht nur einen weichen
Kern, sondern machen auch noch sehr viel Spaß. Was mich gefreut hat war, dass die Nonnen
offen auf all unsere Fragen geantwortet haben und dass auch in einem Schweigekloster das
Lachen nicht zu kurz kommt.

 


Carolin B.
Das Wochenende im Kloster hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mich, obwohl ich nicht genau
wusste was auf mich zu kommt, auf dieses ,, Abenteuer'' eingelassen und ich kann sagen, dass es
eine Erfahrung wert war. Anfangs dachte ich, es ginge ziemlich langweilig und streng zu, doch
dann lernten wir Schwester Rebekka kennen und wir wurden alle vom Gegenteil überzeugt.
Besonders gut hat mir gefallen, dass man auf jede Frage eine ehrliche Antwort bekommen hat.
Außerdem hat die Zeit im Kloster zum Nachdenken angeregt, ob man wirklich so viele Sachen in
seinem Leben braucht oder man sich doch manchmal nur auf das Nötigste beschränken sollte. Ich
fand die Zeit sehr entspannend und interessant zu sehen, wie die Schwestern zusammen leben.


Michelle
Auch mir hat das Wochenende im Kloster sehr gut gefallen. Die Schwestern haben uns sehr nett
empfangen und haben uns viel von ihrem Kloster gezeigt. Dabei haben sie uns viele Fragen
beantwortet. Die Antworten darauf haben uns teilweise erstaunt. Besonders gut hat mir die
Umgebung gefallen, da dort kaum alltäglicher Lärm ( wie z.B. Autos, Straßenbahnen, etc. ) zu
hören war. Dies lädt dazu ein, abzuschalten und sich nur auf das Jetzt zu konzentrieren. Der
Ablauf der Tage war sehr strukturiert, wodurch keine Langeweile aufkam. Meiner Meinung nach
war es ein Wochenende ( oder Tage ) wert, ins Kloster zu fahren und abzuschalten, als sich vor
den Fernseher oder Computer zusetzen. Ich würde es also auf jeden Fall weiterempfehlen und
selbst auch nochmal für ein Wochenende dahin fahren.

 


Louis
Überraschenderweise war der Klosterbesuch besser als ich erwartet hatte. Ich habe mit
weltfremden und verschwiegenen Frauen gerechnet, welche überwiegend ihren Beruf, ihre Familie
und Freunde zurückgelassen haben, um sich Gott zu widmen. Für mich persönlich ist dies
vollkommen unvorstellbar, alleine schon die Tatsache, dass viel Disziplin zum Leben einer Nonne
gehört. Aber in vielen Hinsichten habe ich mich geirrt. Die Schwestern sind viel weltoffener als
erwartet und sind anscheinend mit ihrer Lebensweise vollkommen zufrieden. Der Aufenthalt hat
mir gezeigt, dass man nicht unbedingt viel im Leben braucht um glücklich zu sein und man auch
keine „Angst“ haben muss, Dinge zu tun die nicht der Norm der Gesellschaft entsprechen.


Analena
Ich fand den Besuch im Kloster sehr besonders und nicht wie andere Exkursionen, da ich wirklich
eine neue Erfahrung mitgenommen habe. Man hat sich auf einen komplett neuen Tagesablauf
eingelassen und das hat mir total gut gefallen. Auch die Gartenarbeit hat mir super viel Spaß
bereitet. Die Zimmer waren sehr modern eingerichtet und alles war sauber. Ich habe mich sehr gut
aufgehoben gefühlt und die Schwestern waren sehr offen und haben sich viel Zeit für uns
genommen. Ich hatte, obwohl ich mein Handy kaum hatte, nie Langeweile. Man konnte, vor allem
während den Gebetszeiten, sehr viel Nachdenken. Ich könnte mir vorstellen nochmal ins Kloster
zu reisen.


Lara
Der Besuch im Kloster hat mir sehr gut gefallen. Viele Kleinigkeiten wie die Stille oder das
Zusammensein haben dazu beigetragen. Ich fand es toll und auch nicht selbstverständlich, dass
die Nonnen uns so stark in ihr Leben integriert haben. Die Gebetszeiten waren zu Beginn etwas
neues, jedoch nichts negatives neues sondern etwas, was irgendetwas in einem ausgelöst hat.
Besonders die Gartenarbeit hat mir gefallen. Ich find es toll wie die Nonnen in ihrem eigenen
kleinen Leben so viel aufbauen und trotz vielen Zweifeln immer hinter ihrer Entscheidung stehen.
Davon konnte ich mir einiges abschauen und habe auch viel mitgenommen.


Lena
Das Klosterwochenende war besser als ich erwartet habe. Als ich abends bei meiner Anreise vor
dem Kloster stand hatte ich ein wenig Angst, da ich auch nicht wirklich wusste was mich erwartet.
Erstaunlicherweise bin ich auf aufgeschlossene und nicht immer schweigende Nonnen getroffen.
Sie haben mit uns gelacht und Witze gemacht. Die Nonnen haben uns einige Arbeitsbereiche in
ihrem Kloster gezeigt und auch das war sehr überraschend, wenn man bedenkt dass fast alles
selbst gewebt und gestickt ist. Etwas anstrengend war das frühe Aufstehen um in die
Morgenmesse zu gehen, aber ansonsten war alles super und sehr aufschlussreich, da wir eine
Fragerunde mit Schwester Rebekka hatten und sie viele Fragen beantwortet hat.


Frau Oendorf
Schweigen. Beten. Essen. Spielen. Lachen. Reden. Zuhören. Arbeiten. Fragen. Antworten.
Ein tolles Wochenende!