Berufsorientierung am Kaiserplatz nimmt die Eltern mit ins Boot

 

 

Die alljährlich stattfindende Praktikumsausstellung ist an der Gesamtschule Kaiserplatz schon seit vielen Jahren der Publikumsmagnet schlechthin. Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs stellen dort nach Beendigung ihres dreiwöchigen Praktikums selbst entworfene Plakate aus, die den Betrieb vorstellen, in dem sie erste praktische Berufserfahrungen sammeln durften. Dabei wird auch das Berufsfeld in Wort und Bild dargestellt und nicht selten mit selbst konstruierten Exponaten veranschaulicht, manche Schülerinnen und Schüler produzieren sogar eigene Filme.

 

Am Montag, dem 20. Mai 2019, war es wieder soweit. Kathrin Rengers, die Schulleiterin, richtete in ihrer Begrüßung einen besonderen Dank an all die Betriebe und Einrichtungen, die Praktikumsplätze zur Verfügung gestellt hatten und teilweise sogar selbst an diesem Abend zugegen waren. Auf einer Leinwand wurden Fotos von den Schülerinnen und Schülern während ihres Praktikums gezeigt und manchen Eltern kamen ihre Kinder sicherlich schon richtig erwachsen vor. Zur guten Tradition dieser Veranstaltung gehört es, dass für jede neunte Klasse das beste Plakat prämiert wurde. Die Auswahlkommission bestand aus drei Persönlichkeiten, die in Krefeld sehr bekannt sind im Rahmen der beruflichen Orientierung. Neben Edgar Lapp von der Agentur für Arbeit prüften Astrid Holzhausen von der Unternehmerschaft Niederrhein sowie Chrissoula Toulidou vom zdi-Zentrum KReMINTec die Darstellungen der Jugendlichen auf Herz und Nieren und betonten einhellig, dass ihnen die Entscheidung schwer fiele. Ausführlich begründeten die Laudatoren ihre Wahl, wobei sie als Kriterien auch ein selten gewähltes Berufsfeld, die anschauliche Gestaltung mit typischer Berufskleidung oder den Mut einer Schülerin honorierten, eine vermeintliche Männerdomäne ausprobiert zu haben.

 

Einen neuen Akzent haben dieses Mal der didaktische Leiter Jan von der Heydt und der Koordinator für Berufliche Orientierung Julian Grebe gesetzt. Neben der Ausstellung waren nämlich neun Betriebe eingeladen worden, die im Rahmen der beruflichen Orientierung eng mit der Schule kooperieren. Sie waren mit viel Informationsmaterial und Personal der Einladung gefolgt, um für ihre  Ausbildungsmöglichkeiten zu werben. Während schon früher am Kaiserplatz häufiger Betriebe die Schülerinnen und Schüler informiert hatten, konnten sich jetzt gerade auch die Eltern einen Eindruck verschaffen von den zahlreichen Optionen und Chancen einer Berufsausbildung. Die Verantwortlichen erhoffen sich davon, dass gerade auch die Eltern einen differenzierten Eindruck von den Möglichkeiten gewinnen und nicht nur die schulische Qualifikation in den Blick nehmen. Denn auch an diesem Abend wurde der Eindruck bestätigt, dass die Chancen auf und mit einer Ausbildung sehr attraktiv sein können.